Sender Rufanlage Restaurant MSC Meraviglia

Erfindungen oder was macht das Leben einfacher ?

Sender Rufanlage Restaurant MSC Meraviglia

Heute möchte ich euch mal schreiben wie wichtig es ist seine eigene Träume / Visionen nachzugehen.

Vieles was wir heute in unserem Umfeld sehen wird als banal / natürlich angesehen, aber wie lange hatte es gedauert, bis sich jemand Gedanken gemacht hat und diese Gedanken wurden danach, vielleicht erst nach vielen Jahren auch umgesetzt und heute wollen wir diese neuen Errungenschaften nicht mehr missen.

Wie alles begann

Als ich im Jahr 2000 mit meiner Frau für 3 Monate in Thailand und Hongkong unseren Urlaub verbracht haben, bin ich in unserem Hotel in Pattaya auf eine , für mich, sehr gute Erfindung gestoßen.

Schon immer war es im Urlaub ein Ärgernis am Pool oder am Strand eine Bedienung zu rufen, meist hattest du Lust etwas zu trinken, aber die Bedienung hat dich entspannt ignoriert…

Im Thai Garden Resort in Pattaya, wo wir uns für die 3 Monate als Standorthotel einquartiert hatten, habe ich nach einer Rückkehr aus Hongkong gesehen dass in der Zwischenzeit kleine Sender an allen Sonnenschirmen um den Pool montiert wurden, jeder dieser Sender war mit einem Foliendruckknopf und einer Zahl von 1- 25 beschriftet.

Der dazugehörige Empfänger befand sich hinter der Theke.

Somit konnte der Gast direkt von der Liege aus mit einem Druck auf den Sender eine Bedienung an seinen Platz bestellen, es war einfach genial.

Mit dem drücken des Knopfes an der Liege leuchtete am Empfänger an der Theke die dazugehörige LED, zusätzlich gab es ein akustisches Signal, somit war eine sehr große Aufmerksamkeit gegeben. 

Die Gäste waren begeistert, da der Service eine nie gekannte Qualität erreicht hat und auch gleichzeitig die Umsätze für das Hotel rasch bei den Getränken und Snacks gestiegen sind waren alle zufrieden.

Da ich den Generalmanager des Thai Garden Resort schon von mehreren vorherigen Urlauben kannte, fragte ich nach wer ihm diese Rufanlage hergestellt hat.

Die ersten Schritte

Es stellte sich heraus das ein deutscher, der in Pattaya lebt diese Anlage hergestellt hatte.

Ich habe mich somit mit ihm in Kontakt gesetzt und eine Anlage mit 12 Sendern und dem dazugehörigen Empfänger bauen lassen.

Preis lag damals bei ca. umgerechneten 350 DM ( zur damaligen Zeit ) für das ganze Set.

Später in Deutschland wurden die Bauteile erst einmal auseinander genommen und direkt festgestellt, dass diese Arbeit niemals in Deutschland so vertrieben werden kann.

Es handelt sich um einige elektronische Bauteile, welche untereinander mit Kabellitzen verbunden wurden.

Eigentlich eine wilde Installation, sowohl in den Sendern als auch im Empfänger.

Eine saubere und sichere Arbeit, auf Basis einer Platine war hier nicht zu finden.

Auf der Suche nach einem Mitarbeiter

Ich war immer noch vom System begeistert und machte mich in verschiedenen Online Gruppen oder auch durch Kleinanzeigen auf die Suche nach einem Mitarbeiter , welcher als Elektroniker auf Stundenhonorar mit bei meinem Ziel diese Anlage zu bauen helfen wollte.

Auch hier hatte ich Glück, ein Elektroniker aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat sich auf meine Anzeige gemeldet.

Wir haben uns zusammengesetzt und ein Pflichtenheft erstellt, was sollte alles geschehen.

  • Die Anlage sollte den geltenden VDE und Funk Vorschriften entsprechen

  • Die Anlage sollte sauber auf eine Platine hergestellt werden

  • Jede Anlage sollte so codiert sein, dass sie nicht mit einer Rufanlage in der Nachbarschaft sich überschneidet

  • Ganz wichtig auch, dass defekte Sender direkt so programmiert werden, dass kein Techniker vor Ort einen Eingriff vornehmen muss und dass ein neuer Sender kostengünstig gewechselt werden kann.

  • Es kamen sehr viele Infos von dem Elektroniker, an die ich ( damals Elektroinstallateur ) nicht gedacht hätte.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass unser Prototyp auf 21 Sender ausgelegt wird.

Ehrgeiz zahlt sich aus

Auf unserer Kreuzfahrt im Mai 2019 zu den norwegischen Fjorden mit der MSC Meraviglia habe ich „unsere “ Rufanlage im Buffetrestaurant endlich in Aktion vorgefunden.

Nach 19 Jahren !!!!! wurde es endlich, mit kleinen Abänderungen in der Praxis eingesetzt.

Sender Rufanlage Restaurant MSC Meraviglia
Sender auf dem Tisch des Buffet Restaurant der MSC Meraviglia

Wir haben im Buffet Restaurant eine Anlage gesehen, die unwahrscheinlich unserem damaligen Konzept entsprach.

Außer, die Kellner wurden auf dem Schiff über eine App auf ihrem Tablet darüber informiert, dass sie an Tisch …. Service benötigt wird.

Auf diesem Schiff gab es nicht wie sonst üblich diese lange Wartezeit auf einen Service,alle waren sehr zufrieden.

Jetzt war an der Reihe, mal schauen ob es sich wirklich um „unser“ Baby handelt.

Ich habe meinen ehemaligen Kollegen telefoniert, ja es ist seine Anlage die mittlerweile auf den MSC Schiffen in Betrieb geht und die er weltweit mittlerweile sehr gut vertreibt. Da es in der Zwischenzeit mehrere Veränderungen an der Anlage gibt, wie die oben beschriebene App und weitere Verbesserungen an der Anlage.

Ich bin glücklich, dass unser Projekt zu einem Erfolg wurde, nein ich bin nicht traurig das ich nicht an den Erträgen beteiligt bin.

Sender im Buffetreataurant der MSC Meraviglia
Übersicht der Sender im Restaurant der MSC Meraviglia
Sender MSC Meraviglia
Sender auf den Tischen des Buffetrestaurant

Mein Ergebnis

Ich hatte mich zum damaligen Zeitpunkt, aus wichtigen Gründen, aus dem Projekt verabschiedet und alle Rechte meinem Partner übergeben

Aktuell habe ich 2 weitere Projekte, die ich zwischenzeitlich bearbeite, ob ich mal damit den „großen Durchbruch“ erreiche, sei dahingestellt und ist im Augenblick auch für mich gar nicht der ausschlaggebende Punkt mich mit diesen Projekten zu beschäftigen.

Ich will euch noch mal 3 weitere, mir persönlich bekannte, Entwicklungen nennen die in meinem kleinen Ort in Hessen ( dort habe ich viele Jahre gewohnt ) zu großem Erfolg wurden.

  • 1972 hat Hugo Isert in Eiterfeld / Leimbach in einer Garage angefangen und ein Patent für die in der damaligen Zeit so begehrten „Lichtorgeln“ angemeldet, dies war der erfolgreiche Start für ein heute von mehreren Standorten in Europa agierendem Unternehmen,

    der Fa. isel.com

  • In den 60er / 70er Jahren war in den ländlichen Gebieten durch die Bauern das Getreide lose zu den Raiffeisen Lagerstätten brachten, dies war mit extrem viel körperlicher Arbeit verbunden. Durch die Entwicklung eines Schneckenantrieb von der Fa. Bein konnte die körperliche Arbeit sehr stark reduziert werden.

  • Da sich in der Zwischenzeit diese Art der Anlieferung von Getreide nicht mehr lohnt, wurde diese Förderantriebe nicht mehr benötigt, anstelle nun den Kopf in den Sand zu stecken hat sich die Fa. Wilhelm Bein wieder Gedanken gemacht und hat wieder neue Produkte entwickelt, so dass dieses Unternehmen auch in dieser Generation gut aufgestellt ist.

  • www.bein-gmbh.de

  • zu allerletzt eine Erfindung, die ich so einfach wie genial finde. Auch wieder in unserem Ort hat sich ein heller Kopf darüber Gedanken gemacht, wie man so etwas simples wie Zahnseide noch besser gemacht werden kann. Ihr habt in den letzten Jahren die immer mehr verbreiteten Dental Sticks in Bügelform gesehen, ja es ist seine Erfindung mit einem Patent und er kann sich nicht beklagen über die Resonanz.

Also solltet ihr etwas kennen was ihr gerne verändern möchtet, macht euch Gedanken und vielleicht in 2-3 Jahren ( oder auch nie ) wird dies vielen Menschen helfen das Leben leichter zu machen.

Wie z.B. der Chip bei den Einkaufswagen ( wie war es doch früher ein Graus )

Eine kleine Erinnerung an alte Zeiten, Zahnseide der Fa. Anton Schlecker.

Anton Schlecker Zahnseide auf Spule
Zahnseide Dental

Hätte damals nicht Konrad Zuse nicht sich Gedanken gemacht und den 1. funktionstüchtigen Computer den Z3 gebaut, hätte es unter Umständen doch einige Jahre länger gedauert bis der 1. Personalcomputer den Weg zu uns gefunden hätte.

Wenn ihr mal in der Nähe von Fulda seit, fahrt mal nach Hünfeld die kleine Stadt ist nur ca. 16 km von Fulda entfernt und ihr könnt euch im Zuse Museum etwas umschauen.

Das Museum ist sehr sehenswert, aber nicht nur das, in der Umgebung könnt ihr sehr schöne Ausflugsziele wie u.a. Wasserkuppe, Kreuzberg mit leckerem Klosterbier oder auch Point Alpha aufsuchen.

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